Text: D. Franke Fotos: C. Barwinski - 10.02.2025
Am frühen Samstagmorgen um 8 Uhr starteten die Kinder der C-Jugend des RSC Gera in ein intensives Wochenende. Auf dem Programm standen zwei Nachholspiele gegen die Spielgemeinschaft Mönchengladbach/Walsum und den HSV Krefeld. Beide Gegner trafen in dieser Saison zum ersten Mal auf den RSC Gera, was die Ausgangslage ungewiss machte. Mit fast dem kompletten Team, lediglich ohne den erkrankten Torhüter Jakob, reiste man voller Vorfreude an. Die mitgereisten Eltern sorgten für eine Atmosphäre, die fast an eine Deutsche Meisterschaft erinnerte.
Spiel 1: SG Mönchengladbach/Walsum vs. RSC Gera
Das erste Spiel begann zäh. Die enge Abwehr des Gegners bereitete Gera Schwierigkeiten, trotz mehr Spielanteilen fand man kaum Lücken. Erst als Arthur den Bann brach, keimte Hoffnung auf. Doch die Freude währte nur kurz, denn die SG glich postwendend aus. Oskar sorgte jedoch noch vor der Halbzeit für die erneute Führung. Nach der Pause bauten Arthur, Finja und Nele den Vorsprung auf 5:1 aus. Doch Walsum/Mönchengladbach gab nicht auf. Nach einer Blauen Karte gegen Amina und einem verwandelten direkten Freistoß folgte das 5:3. Plötzlich wurde es hektisch, doch der RSC verteidigte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.
Spiel 2: HSV Krefeld vs. RSC Gera
Im zweiten Spiel gegen den HSV Krefeld zeigte sich Gera konzentriert. Krefeld stand tief und lauerte auf Konter, während Gera das Spiel kontrollierte. Arthur sorgte für das verdiente 1:0, doch auch hier fiel schnell der Ausgleich. Trotz klarer Überlegenheit wollte der Ball lange nicht ins Tor. Erst nach der Pause brachten Lucas und Finja den RSC mit 3:1 in Front. Doch anstatt den Sack zuzumachen, ließ man Krefeld ins Spiel zurückkehren. Ein Konter zum 3:2 brachte noch einmal Spannung. In der Schlussphase nahm das Trainerteam eine Auszeit, um die Nerven zu beruhigen. Doch 48 Sekunden vor dem Ende lag der Ball doch noch im Netz – 3:3. Die hängenden Köpfe nach dem Schlusspfiff zeigten den Frust über die verpassten Chancen.
Neuer Tag, andere Halle, die selben Gegner
Nach einer gemeinsamen Abendrunde mit Pizza, Burgern und Pommes ging es am Sonntag weiter nach Mönchengladbach. Die Gegner waren nun bekannt, am Spielgeschehen änderte sich allerdings nicht viel.
Spiel 3: RSC Gera vs. SG Mönchengladbach/Walsum
Erneut traf man auf die SG und wieder ähnelte das Spiel dem Vortag. Keno brachte den RSC in Führung, doch auch hier hielt der Vorsprung nicht lange. Doch Finja wusste noch vom Vortag wie man den gegnerischen Torhüter überwinden konnte, ehe Amina auf 3:1 erhöhte. Doch Mönchengladbach/Walsum kämpfte weiter und verkürzte auf 3:2. Amina stellte jedoch noch vor der Pause den alten Abstand wieder her. Direkt nach der Halbzeit fiel erneut der Anschlusstreffer, doch dann nahm Finja das Spiel in die Hand und sorgte mit zwei starken Solos für den 6:3-Endstand.
Spiel 4: RSC Gera vs. HSV Krefeld
Das letzte Spiel des Wochenendes spiegelte ebenfalls das Duell vom Vortag wider. Krefeld verteidigte tief, während Gera den Ball laufen ließ. Doch wie am Vortag wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Erst in der letzten Minute der ersten Halbzeit traf Finja per Direktabnahme zum erlösenden 1:0. Nach der Pause traf Krefeld mit erst zweiten Schuss aufs Tor zum 1:1, doch Gera behielt die Nerven. Zahlreiche Chancen blieben zunächst ungenutzt, bevor Finja mit einem präzisen Schuss über den Torhüter das 2:1 bereitete. Dieses galt es bis zum Schluss konsequent zu verteidigen - was auch gelang.
Fazit
Mit drei Siegen und einem Unentschieden sammelte der RSC Gera wertvolle Punkte und Erfahrungen. Die Spiele hätten oft früher entschieden werden können, wenn die Chancen konsequenter genutzt und die Abwehr stabiler gestanden hätte. Doch genau das macht den Reiz bei Rollhockey aus: Spannung, Kampfgeist und Teamzusammenhalt bis zum Ende.
Und das beste zum Schluss: Ein Blick auf die NRW-Tabelle zeigt, dass ganz oben ein Team aus Thüringen thront – der RSC Gera!
Mit dabei waren: Melena, Mia (beide Tor), Amina, Emma, Finja, Nele, Arthur, Keno, Lucas und Oskar